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Autismus Spektrum Störung
Autismus ist eine komplexe und vielgestaltige neurologische Entwicklungsstörung. Häufig bezeichnet man Autismus bzw. Autismus-Spektrum-Störungen auch als Störungen der Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung, die sich auf die Entwicklung der sozialen Interaktion, der Kommunikation und des Verhaltensrepertoires auswirken. 1943 beschrieb erstmals der Kinderarzt Leo Kanner den Autismus.
Das Spektrum ist sehr groß, generell wird aber in folgende Bereiche unterteilt:
Frühkindlicher Autismus
Die Merkmale des frühkindlichen Autismus zeigen sich bereits vor dem 3. Lebensjahr und in drei Bereichen besonders deutlich:
- im sozialen Umgang mit Mitmenschen,
- in der Kommunikation
- in sich wiederholenden und stereotypen Verhaltensweisen.50 % der Kinder entwickeln keine aktive Sprache, sie entwickeln ihre „eigene“ Sprache. Sie neigen zu Echolalie oder Pronomenumkehr. Wenn sie Bedürfnisse haben, ziehen sie ihren Kommunikationspartner mit.
Sie haben kaum oder wenig sozialen Blickkontakt, stark reduziertes Imitationsverhalten, Schwierigkeiten in der gemeinsamen Aufmerksamkeit, scheinbar kein Interesse an sozialen Kontakten, kein oder wenig soziales Lächeln, kein Verständnis für soziale Regeln, fehlendes Interesse und stereotyper Gebrauch von Spielmaterial.
Beharren auf routinehafte Abläufe, selbst- und fremden verletzendes Verhalten, stereotype Bewegungen, Fixierung auf Gegenstände, zwanghaftes Verhalten sowie spezielle Sammelleidenschaften gehören zu den wesentlichsten Merkmalen.
Atypischer Autismus
Der Unterschied zum frühkindlichen Autismus liegt darin, dass er nicht alle 3 Kriterien des frühkindlichen Autismus erfüllt und meistens NACH dem 3. Lebensjahr auffällt.
Asperger Syndrom
Der österreichische Kinderarzt Dr. Hans Asperger beschrieb 1944 erstmalig dieses Bild bei Kindern . Er war fasziniert von einer Gruppe Kindern, die durch ein charakteristisches Nebeneinander von sehr guten kognitiven Fähigkeiten einerseits und tiefgreifenden Schwierigkeiten in der sozialen Kommunikation andererseits auffielen.Diese Kinder haben eine normale bis hohe Intelligenz, auch teilweise eine Hochbegabung. Bei der hohen Intelligenz spricht man auch von einem „High Functional Autism“. Auch können Inselbegabungen auftreten, sogenannte „Savants“.
- Ungewöhnliche, undifferenzierte Sprechweise, monologisieren
- Wortspiele und Wortverdrehungen
- Problem im Verstehen sozialer Sprache und Kommunikation und abstrakter sprachlicher Konzepte
- Schwach ausgeprägter sozialer Blickkontakt
- Auffälligkeiten in Mimik & Gestik, wenig soziales Lächeln, sozial ungeschicktes Verhalten
- Schwierigkeiten Wünsche, Absichten und Gedanken anderer zu erfassen, unangemessene Reaktion auf Gefühle anderer
- Kein So-Tun-als-ob-Spiel, wenig soziale Spiele
- Schwierigkeiten Freundschaften zu entwickeln und zu halten, fordern ungeteilte Aufmerksamkeit
- Schwierigkeiten im Umgang mit Regeln und Grenzen
- Wenige Interessen mit Gleichaltrigen
- Beträchtliche Kenntnisse auf bestimmten Gebieten, merkwürdige Angewohnheiten
- Bestehen auf Rituale und wiederkehrende Abläufe
Welche Verhaltensauffälligkeiten auch bestehen, mit einer frühen, speziellen und intensiven Förderung können viele unangemessene Verhalten eingestellt und durch alternative, angemessene Verhalten ersetzt werden.